Deutsch-Französische Alternative zu Euro-Bonds

Was hinter Merkels und Macrons 500-Milliarden-Vorschlag steckt. Unser Update zu den Wiederaufbau-Plänen für Deutschland und Europa.

Dass die EU am besten arbeitet, wenn Deutschland und Frankreich an einem Strang ziehen ist hinlänglich bekannt. Mit dem neuen Vorschlag eines Recovery Funds in Höhe von 500 Milliarden Euro geben Berlin und Paris ein positives Signal an die kriselnden EU-Länder. Jetzt gilt es, die übrigen EU 27-Länder von dem Vorschlag zu überzeugen. Am Dienstag werden bereits die Finanzminister der Länder über die Details des Vorschlags sprechen. Insbesondere bei der Niederlande, Österreich und Schweden wird Überzeugungsarbeit zu leisten sein.

Nichtsdestortrotz scheinen sich die Experten einig zu sein, dass dies ein großer Moment für die EU sein könnte.

Lucas Guttenberg (Jacques Delors Centre) ist begeistert von der simplen Ausgestaltung des Vorschlags, wirft aber die Frage auf, inwieweit man sicherstellen könne, dass die die Gelder an den richtigen Stellen ankommen.

Die New York Times spricht derweil von einem „Großen Schritt“ für den Europäischen Zusammenhalt und merkt positiv an, dass Merkel das Deutsche Tabu der gemeinsamen Europäischen Schulden breche und damit die deutsche ökonomische Orthodoxie hinter sich lasse:

New York Times: Merkel, Breaking German ‘Taboo,’ Backs Shared E.U. Debt to Tackle Virus

Aber nicht alle teilen die Begeisterung für den Vorschlag. In einem neuen Twitter Beitrag relativiert Sony Kapoor die historische Größenordnung des deutsch-französischen Vorschlag eines Wiederaufbaufonds.

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Hier finde Sie die Pressemitteilung zum gemeinsamem Vorschlag der Bundesregierung und eine erste Einordnung der Financial Times:

Pressemitteilung der deutschen Bundesregierung

Financial Times: Germany and France unite in call for €500bn Europe recovery fund

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