ZEITRAUM

Umfrage: Inflation ist die größte Sorge der Menschen in Deutschland – Artikel
Handelsblatt, 16.05.2022

Die rasch steigenden Preise beunruhigen die Verbraucher nach einer Umfrage zurzeit besonders stark. Fast jeder Dritte fürchtet, seinen Lebensstil einschränken zu müssen.

Herr der Rentenlöcher: Das ist der neue Wirtschaftsweise – Artikel
Alexander Hagelüken, Süddeutsche Zeitung, 14.05.2022

Der Ökonom Martin Werding rechnet den Deutschen vor, wie viele Milliarden demnächst in Alters- und Staatskassen fehlen. Seine Berufung wertet das wirtschaftspolitische Gremium der Bundesregierung auf.

A Better Globalization Might Rise from Hyper-Globalization’s Ashes – Artikel
Dani Rodrik, Project Syndicate, 09.05.2022

Mit dem Ende der Hyperglobalisierung nach den 1990er Jahren gibt es verschiedene Szenarien für die Weltwirtschaft. Im besten Fall könnte ein besseres Gleichgewicht zwischen den Vorrechten des Nationalstaats und den Erfordernissen einer offenen Wirtschaft umfassenden Wohlstand im Inland und Frieden und Sicherheit im Ausland ermöglichen.

„Man kann Wohlstand nicht so messen wie Temperatur“ – Artikel
Christina Rebhahn-Roither, Süddeutsche Zeitung, 06.05.2022

Aktuell wird viel über den Wohlstand der Deutschen diskutiert. Warum dieser gar nicht so einfach zu definieren und noch schwieriger zu messen ist.

Staatsschulden sind keine Wachstumsbremse – Kommentar
Philipp Heimberger, Handelsblatt, 26.04.2022

Herausgeber von Journals publizieren häufig Aufsätze mit statistisch abgesicherten Effekten. So werden Regierungen allerdings zum Entschulden animiert, beklagt Philipp Heimberger.

Die beiden untersuchen in der Studie verschiedenen Stränge und Argumente – philosophische, empirische sowie politikbeschreibende – rund um die Wachstumsdebatte und ordnen diese im Hinblick auf die zentrale Frage nach den Grenzen des Wachstums ein. Die Studie kommt zum Schluss, dass die gegenwärtige Debatte am besten als eine Auseinandersetzung zwischen politischen Strategien zu verstehen ist, bei der der Charakter des öffentlichen und akademischen Diskurses eine Schlüsselrolle spielt.

Die Kerngedanken wurden jüngst auch in einem Project Syndicate Artikel zusammengefasst. Den Artikel gibt es hier zu lesen.

Die gesamte Studie kann hier abgerufen werden.

Die beiden Politikwissenschaftler untersuchen, welche Effekte die Senkung der Spitzensteuersätze in OECD-Staaten von durchschnittlich 60 % in den 1980ern und 40 % gehabt hat. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass keine signifikanten Wachstumseffekte mit den Steuersenkungen einhergingen. Dafür erhöhten sie substanziell die Ungleichheit. Zur Studie geht es hier.

Wann?
16.05.22 18 Uhr

Wo?
Hier geht es zur Anmeldung.

Bei der Veranstaltung geht es unter anderem um folgende Fragen:

Welche wirtschaftlichen Folgen hätte ein Energieembargo gegen Russland? Diese Frage wird öffentlich kontrovers diskutiert. Bundeskanzler Scholz möchte sich dabei nicht auf abstrakte mathematische Modelle verlassen, andere haben mehr Vertrauen in wissenschaftliche Berechnungen. Wie verlässlich können ökonomische Modelle die wirtschaftliche Folgen eines Energieembargos in Deutschland abbilden? Welche Modellansätze gibt es? Warum unterscheiden sich die Befunde teils so deutlich? Was kann wirtschaftspolitische Beratung hierbei überhaupt leisten und wie kann sie verbessert werden?

Darüber diskutieren Prof. Dr. Sebastian Dullien und Prof. Dr. Christian Bayer. 

Wann?
13.05.22 16 Uhr

Wo?
Hier geht es zur Anmeldung.

Ziel des Symposiums ist es, eine anregende Debatte über das Thema Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Makroökonomie anzuregen. Das Symposium wird Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger zusammenbringen, um vier zentrale Themen zu diskutieren:

1) Klimawandel und Geldpolitik
2) Umverteilung von Arbeit und Kapital aufgrund des Klimawandels
3) Klimawandel, Handel und globale Produktion
4) Klimaunsicherheit, Finanzmärkte und der natürliche Zinssatz.

UNSERE THEMENSCHWERPUNKTE

Neues Leitmotiv

NEUES LEITMOTIV

Nach ein paar Jahrzehnten allzu naivem Marktglaubens brauchen wir dringend neue Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit – und mehr: ein ganz neues Paradigma als Leitfaden. Wir sammeln alles zu den Leuten und der Community, die sich mit dieser großen Frage beschäftigen, sowie mit der historischen wie heutigen Wirkung von Paradigmen und Narrativen – ob in neuen Beiträgen, Auftritten, Büchern und Veranstaltungen.

Staat
neu denken

STAAT
NEU DENKEN

Jahrzehnte lang galt der Konsens, dass sich der Staat sich aus der Wirtschaft zurückziehen und man die Staatsschulden senken sollte, um den Wohlstand zu fördern. Dies hat jedoch zu chronischen Mängeln in Bildung und Infrastruktur geführt. Neuere Forschung versucht zu erörtern, wann es sinnvoll ist, dass sich der Staat in den Wirtschaftsprozess einmischt, um langanhaltenden Wohlstand zu garantieren und Krisen zu verhindern.

Klima
in Wohlstand
retten

KLIMA
IN WOHLSTAND
RETTEN

Zu Hochzeiten des Glaubens an die Märkte galt als bestes Mittel gegen die Klimakrise, an den Märkten einen CO2-Preis aushandeln zu lassen. Heute ist zunehmend Konsens, dass das nur bedingt funktioniert - und es weit mehr braucht, als nur einen Preis.

Ungleichheit
verringern

UNGLEICHHEIT
VERRINGERN

Das Gefälle zwischen Arm und Reich scheint selbst in einem Land wie Deutschland zunehmend den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden. Um den Trend umzukehren, ist es wichtig, die wirklichen Ursachen des Auseinandergehens von Einkommen und Vermögen zu verstehen.

Finanzwelt
erneuern

FINANZWELT
ERNEUERN

Auch zehn Jahre nach der Finanzkrise scheint eine wirkliche Stabilität des Finanzsystems nicht in Sicht zu sein. Risiken werden periodisch falsch bewertet und führen zu Boom-Bust-Zyklen. Ein stabileres Finanzsystem sollte kurzfristige Spekulationen erschweren, systemische Risiken begrenzen und das Vermögen gerechter verteilen.

Innovation Lab

INNOVATION LAB

Brauchen wir ein ganz neues Verständnis von Wirtschaftswachstum? Was wäre eine reale Alternative? Wie praktikabel sind Alternativen zum Bruttoinlandsprodukt, wenn es um die Messung von Wohlstand geht? Um diese und andere grundsätzlichere Herausforderungen geht es in dieser Sektion.

Globalisierung
für alle

GLOBALISIERUNG
FÜR ALLE

Nach drei Jahrzehnten schlecht gemanagter Integration ist die Globalisierung durch soziale Unzufriedenheit und den Aufstieg populistischer Kräfte bedroht. Es gilt dringend die negativen Nebeneffekte auf viele Menschen zu beheben - und klarer zu definieren, welche Herausforderungen auf lokaler oder regionaler, und welche über Grenzen hinweg angegangen werden sollten.

Europa
jenseits
der Märkte

EUROPA
JENSEITS
DER MÄRKTE

Das Europa der vergangenen Jahrzehnte wurde stark vom Primat der Wirtschaft und dem Vertrauen in die Heilungskraft der Märkte geprägt. Die Euro-Krise hat dies erschüttert. Seither wird gestritten, wie die Währungsunion vor neuen Paniken besser geschützt werden kann – und wie sich das Auseinanderdriften von Ländern besser verhindern lässt.

Corona-Krise

CORONA-KRISE

Die aktuelle Corona Krise ist mitunter die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. ÖkonomInnen arbeiten intensiv an einer Milderung der wirtschaftlichen Folgen durch COVID-19. Es gilt eine zweite große Depression, den Zusammenbruch der Eurozone und das Ende der Globalisierung zu verhindern. Wir sammeln die wichtigsten Beiträge.