FINANZWELT  |  WORKING PAPERS

Das "Prudence Principle" – ein neuer Rahmen für die Finanzpolitik der Eurozone

von Marc Blyth und Eric Lonergan

VERÖFFENTLICHT

13. DEZEMBER 2021

Abstract

Dieses Arbeitspapier ist ein Beitrag zur laufenden Debatte über die Zukunft der finanzpolitischen Regeln in der Europäischen Union. Es argumentiert, dass es besser ist, das Konzept des „fiskalischen Spielraums“ in die Praxis umzusetzen, indem es ausdrücklich an die Zinssätze für die Staatsverschuldung geknüpft wird, anstatt Regeln aufzustellen und zu erwarten, dass sich die Welt an diese hält. Dies ermöglicht eine enorme Flexibilität bei der Höhe des Defizits und der Schuldenquote, überlässt die Inflationssteuerung der Zentralbank und garantiert die Tragfähigkeit der Schulden. Außerdem würde dies der Öffentlichkeit die Gewissheit geben, dass die Regierung ihr Wort hält.

ZUM THEMA FINANZWELT

KNOWLEDGE BASE

Auch zehn Jahre nach der Finanzkrise scheint eine wirkliche Stabilität des Finanzsystems nicht in Sicht zu sein. Risiken werden periodisch falsch bewertet und führen zu Boom-Bust-Zyklen. Ein stabileres Finanzsystem sollte kurzfristige Spekulationen erschweren, systemische Risiken begrenzen und das Vermögen gerechter verteilen.

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