Rückblick und Ausblick 2021

Wir werfen einen Blick darauf, was das vergangene Jahr für uns als Forum und für uns alle bedeutet hat, und geben einen Einblick in die spannenden Projekte, die wir für 2021 planen.

 

Es gab dieses Jahr irgendwann mal so ein Interview mit einem Psychologen, der sagte, wir sollten uns zur seelischen Verarbeitung einfach den Satz sagen: „so ist es also in einer Pandemie“. Weil das Abstand schafft. So ist das also, können wir mittlerweile alle sagen. Und es fühlt sich in diesen Tagen merkwürdig unbestimmt an – zwischen der Ahnung, dass es noch schlimmer kommt, und der rational fundierten Hoffnung auf ein Ende des Spuks. Ob nach der Krise vieles anders sein wird – oder doch schnell wieder wie früher, werden wir in einem Jahr sicher wissen. Bis dahin scheint immerhin gesichert, dass wir durch diese Pandemie auf dem Weg zu einem neuen wirtschaftlichen Paradigma und Leitmotiv eher schneller als langsamer vorankommen. Und dass die Zahl der Menschen deutlich steigt, die sich darüber Gedanken machen, was besser funktionieren muss – bis hin zu Wolfgang Schäuble, der in diesen Monaten über die Krise des Kapitalismus und die Schattenseiten der Globalisierung sinniert.

Wie groß die drängende Lust auf Neues ist, haben wir im ablaufenden Jahr in etlichen Meetings, Seminaren, Workshops und Publikationen zu spüren bekommen – als Rückenwind für das, was wir mit dem Forum New Economy sein wollen: eine Plattform für den Austausch neuer innovativer Ideen zur Lösung jener großer Herausforderungen, die uns ein paar Jahrzehnte marktliberaler Dogmatismus hinterlassen haben. Ob beim Talk zwischen Olaf Scholz und Joe Stiglitz während unseres Workshops im September – oder durch jene Keynote von Jens Spahn, der darin darlegt, dass wir in und nach der Corona-Krise ein neues Staatsverständnis brauchen. Wie so eine neue Wirtschaft funktionieren könnte, wird auch allmählich konkreter – dazu haben jene Paper ein Stück beigetragen, die wir bei Mariana Mazzucato oder Jens Südekum und Michael Hüther zu Industrie- und Fiskalpolitik der Zukunft in Auftrag gegeben haben. Um nur wenige Beispiele zu nennen. Wenn Sie in den ruhigeren Tagen einen Moment haben – es lohnt, das eine oder andere nochmal anzusehen – auf unserer Website.

Das Programm des Forums für 2021 nimmt derweil bereits Gestalt an – unter anderem hierdurch:

  • Ende Januar werden wir damit beginnen, im kleineren Kreis den Stand der Debatten zu den großen Fragen nach Wachstum und Nicht-Wachstum oder BIP versus Wohlstandsindikatoren-Set auszuloten.
  • Am 24. Februar haben wir ausgewiesene Auto- und Klima- und Makro-Experten zu Gast, um über die immer konkreter werdenden Folgen der Wende in der Auto-Industrie für Beschäftigung, betroffene Regionen und Wirtschaft insgesamt zu sprechen – dabei sind unter anderen Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer und der Düsseldorfer Ökonom Jens Südekum, dazu Experten von Volkswagen, IG Metall und aus der Klimaszene.
  • Vom 25. bis 27. Mai gibt es den nächsten großen New Paradigm Workshop – zu den großen Themen, die auch das Wahljahr bestimmen werden, von der Ungleichheit im Land über den Umgang mit den Corona-Schulden bis hin zur immer konkreter werdenden Entwicklung der Wirtschaft hin zur dringend nötigen Klimaneutralität. Zugesagt haben dazu unter anderen bereits Siemens-Boss Joe Kaeser, Isabel Schnabel von der EZB, Adam Tooze, Mark Blyth und Moritz Schularick. Einladung folgt – im Januar.

Bis dahin wünschen wir allen, die uns begleiten, unterstützen und bereichern alles Gute, ein paar möglichst entspannte Tage rund um ein ungewöhnliches Weihnachtsfest. Und bleiben Sie lieber einmal mehr auf Distanz als einmal zu wenig – bis die alten neuen Zeiten da sein werden. Mit einer besseren Wirtschaft für alle.

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