Dani Rodrik und Joe Kaeser im Talk: Wie schafft man eine Globalisierung von der alle profitieren?

In ihrem Talk auf dem VIII. New Paradigm Workshop sprachen Harvard-Ökonom Dani Rodrik und ehemaliger Siemens CEO Joe Kaeser darüber, was gute Arbeitsmarktpolitik ausmacht, wozu Unternehmen bestimmt sind und ob es eine SUV-Steuer geben sollte.

 

In seiner Keynote (Folien unten) konzentrierte sich der Harvard-Ökonom Dani Rokdrik auf gute Arbeitsmarktpolitik. Er wies auf die Grenzen des Wohlfahrtsstaates und die Bedeutung von Arbeitsplätzen für persönliches Wohlergehen hin. Laut Rodrik sollte die Beschäftigungspolitik eine bessere aktive Marktpolitik in Verbindung mit Arbeitgebern sowie eine Industrie- und Regionalpolitik umfassen, die auf gute Arbeitsplätze abzielt. Er betonte auch, dass Technologie – genau wie die Globalisierung – nichts Gottgegebenes ist, sondern von der Politik gestaltet werden kann. Er argumentierte, dass die Innovationspolitik auf arbeitsfreundliche und weniger kapitalintensive Technologien ausgerichtet sein sollte.

Ex-Siemens-CEO Joe Kaeser widersprach Milton Friedman, dass der Sinn von Unternehmen lediglich im Geschäft liege (the business of businesses is business) sondern dass Unternehmen der Gesellschaft dienen sollten. Kaeser forderte von der Politik den Mut, notwendige Reformen von einer Shareholder-Value-Welt hin zu einem Stakeholder-Kapitalismus umzusetzen.

Den ganzen Talk nachschauen:

Die Präsentationsfolien von Dani Rodrik: