Was macht das Forum New Economy?

Weltweit arbeiten Experten daran, bessere Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln - und dauerhaft tragfähigen Wohlstand für alle anzusteuern. Diese Ideen zu unterstützen und mit der Praxis zu konfrontieren, zählt zu den Hauptaufgaben dieses Forums.

Das Forum New Economy ist nach fast drei Jahren Testphase Ende Oktober in Berlin eröffnet worden. Ziel ist es, angesichts der Krise der westlichen liberalen Demokratien und des Aufstiegs populistischer Kräfte neue Antworten zu entwickeln und innovative ökonomische Denker mit politischen Akteuren in Berlin zusammen zu bringen. Grundannahme dabei ist, dass es im Kampf gegen die großen Herausforderungen, wie den Klimawandel, das Auseinanderdriften von Einkommen und Vermögen oder die anhaltende Krisenanfälligkeit der Finanzmärkte – mehr braucht, als einzelne technische Antworten. Es mangelt vielmehr an einem neuen wirtschaftlichen Paradigma, das Orientierung bietet. 

Das Forum wird unterstützt von bedeutenden Organisationen wie der OECD, dem Institute for New Economic Thinking und dem Pariser Institut OFCE, sowie von Stiftungen wie der Hewlett Foundation, der Mercator Stiftung, der European Climate Foundation, der Bennemann, der Canopus Stiftung und dem Makronom. Darüber hinaus kooperiert die Initiative über ein Forschungsprojekt mit dem DIW Berlin. Unterstützt wird das Forum zudem von ein paar Dutzend renommierter Experten aus dem In- und Ausland, darunter Mariana Mazzucato, Branko Milanovic, Joe Stiglitz, Michael Spence, Moritz Schularick, Marcel Fratzscher, Martin Hellwig, Jakob von Weizsäcker, Jens Südekum, Tom Krebs, Anatole Kaletsky, Ottmar Edenhofer, Barry Eichengreen, Adair Turner, Laurence Tubiana, Pascal Lamy, Hélène Rey, Katharina Pistor und andere.

Zur künftigen Agenda gehört unter anderem die Fortsetzung der bisherigen Basis-Studien zu neuralgischen Fragen eines neuen Paradigmas. Dazu zählen Studien zu den tieferen Ursachen der Ungleichheit von Einkommen und Vermögen in Deutschland, ebenso wie zu Schuldenbremse und notwendigen künftigen Investitionen sowie Arbeiten zu den Ursachen von Populismus. Vorgestellt werden die Ergebnisse in New-Paradigm-Workshops, ebenso wie in einzelnen kleineren Veranstaltungen, sowie Hintergrundgesprächen mit politischen Akteuren und Journalisten in Berlin. Es wird eine Zweigstelle in Paris geben, wo im September der erste Pariser New Paradigm Workshop zu den wirtschaftlichen Aspekten eines Green New Deals gehalten wurde.

Ein Herzstück des Forums wird die Website mit ihrer Wissensbasis sein. Dort werden unter Konsultation international renommierter Experten die jeweils neuesten Erkenntnisse zur Lösung der großen heutigen Herausforderungen zusammengetragen. Neben Klimawandel, Ungleichheit und Finanzmarktinstabilität gehört dazu auch die Globalisierungskrise.

Wichtige Daten:

Sitz: Berlin-Mitte

Start der Initiative: Anfang 2017

Mitarbeiter des Sekretariats festangestellt: zurzeit vier

Unterstützer: OECD/NAEC, OFCE, DIW, INET, IMK; Hewlett Foundation, Mercator Stiftung, European Climate Foundation, Bennemann-Stiftung, Canopus Stiftung u.a.

Merh lesen: ‚Netzwerk für ein neues Denken‘, Zeit Online.

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