NEUES LEITMOTIV | NEW ECONOMY SHORT CUT

Zur Krise des demokratischen Kapitalismus

3.04.2023

16.30 Uhr CET

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SPRACHE

Englisch

Die einen plädieren für Demokratie ohne Kapitalismus, die anderen für Kapitalismus ohne Demokratie. In seinem neuen Buch „The Crisis of Democratic Capitalism“ (Die Krise des demokratischen Kapitalismus) befasst sich Martin Wolf, Chefkommentator für Wirtschaftsfragen bei der Financial Times, mit den Herausforderungen, vor denen die Verbindung von liberaler Wirtschaft und Demokratie steht – eine Partnerschaft, die der Welt immense Vorteile gebracht hat, nun aber vor ihrer härtesten Prüfung seit Jahrzehnten steht.

 

Wolfs These ist, dass der Rentier-Kapitalismus, der in vielen liberalen Demokratien zu einer wachsenden Ungleichheit geführt hat, die Demokratie unterminiert hat und nun droht, ihr Leitprinzip von „ein Bürger – eine Stimme“ zu „ein Pfund – eine Stimme“ zu ändern. Mit dem Aufkommen von populistischer Demagogie, illiberaler Demokratie und personifizierter Autokratie wird das Konzept des demokratischen Kapitalismus selbst in Frage gestellt. Wir haben ihn eingeladen, seine Thesen mit dem Wirtschaftsprofessor Martin Hellwig zu diskutieren.

 

Seien Sie bei dieser aktuellen und wichtigen Diskussion dabei, wenn wir die Zukunft des demokratischen Kapitalismus und die Schritte, die wir unternehmen können, um sicherzustellen, dass er den Interessen aller Bürger dient, erkunden.

 

Wir laden Sie herzlich ein, sich uns anzuschließen. Der Short Cut wird auf Englisch stattfinden.

Martin Wolf

ist Chefkommentator für Wirtschaft bei der Financial Times, London. Im Jahr 2000 wurde er mit dem CBE (Commander of the British Empire) "für Verdienste um den Finanzjournalismus" ausgezeichnet und war von Juni 2010 bis September 2011 Mitglied der Unabhängigen Bankenkommission der britischen Regierung.

Martin Hellwig

ist Direktor Emeriturs des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn und war beratend u.a. für das deutsche Wirtschaftsministerium und die Monopolkommission sowie für den Europäischer Ausschuss für Systemrisiken tätig.