Erbschaftsteuer vor dem Urteil – zu viel, zu wenig, zu ungerecht?
12.02.2026
16:00 Uhr
ORT
Zoom
SPRACHE
German
Werden große Erbschaften in Deutschland zu wenig besteuert – oder zu viel? Bei den einen werden bei der Frage gleich Ängste um das Haus der Großeltern geweckt. Andere halten dagegen, dass große Vermögen bisher de facto kaum besteuert werden. Der Streit wird erneut aufflammen, wenn demnächst das Bundesverfassungsgericht urteilt, ob die bisherige Handhabung in Ordnung ist.
Über Ursprung, Sinn und Auswirkungen der Erbschaftsteuer sprechen wir in unserem nächsten New Economy Short Cut:
Erbschaftsteuer vor dem Urteil – zu viel, zu wenig, zu ungerecht?
mit
Stefan Bach, DIW Berlin
Martyna Linartas, Ungleichheitsforscherin
am Donnerstag, 12. Februar, um 16:00 Uhr – via Zoom.
Stefan Bach
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Staat am DIW Berlin. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln, promovierte dort 1992 und habilitierte sich 2010 an der Universität Potsdam. Seine Forschungs- und Beratungsschwerpunkte sind Steuerpolitik, Sozialpolitik, Einkommens- und Vermögensverteilung, Klimapolitik sowie die Entwicklung von Mikrosimulationsmodellen. Im Jahr 2023 wurde Professor Zucman mit der John Bates Clark Medal der American Economic Association ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird an denjenigen Ökonomen unter vierzig Jahren verliehen, der den bedeutendsten Beitrag zum wirtschaftlichen Denken und Wissen geleistet hat.
Martyna Linartas
ist promovierte Politikwissenschaftlerin und forscht an der Freien Universität Berlin zu ökonomischer Ungleichheit. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen der (Re-)Produktion von Vermögen, Steuerpolitik und Verteilungsgerechtigkeit in liberalen Demokratien. Sie ist Co-Gründerin und Leiterin der Wissensplattform ungleichheit.info und Herausgeberin des Wirtschaftsmagazins Surplus. Im April 2025 erschien ihr Buch "Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann".