Über die Macht von ökonomischen Modellen

In einem neuen Fachartikel zeigen Philipp Heimberger, Jakob Huber and Jakob Kapeller wie ökonomische Modelle als Schlüsselmechanismen zwischen dem herrschenden Paradigma und der Politik fungieren.

Der in der Zeitschrift Socio-Economic Review publizierte Artikel der drei deutschsprachigen Ökonomen beschreibt die Macht von ökonomischen Ideen anhand der bestehenden EU-Fiskalregeln.

Das EU-Fiskalregelwerk basiert in wesentlichen Aspekten auf der Schätzung einer nicht-beobachtbaren Outputlücke, die als Indikator für den wirtschaftlichen Auslastungsgrad von Volkswirtschaften zur Anwendung kommt. Die Outputlücke ist maßgeblich mitbestimmend dafür, welcher Anteil des Budgetdefizits als „strukturell“ angesehen wird und ob eine Regierung sparen sollte oder nicht.

Die Autoren zeigen, dass ökonomische Modelle einen Grundbaustein des herrschenden ökonomischen Paradigmas bilden, indem sie wirtschaftspolitischen Entscheidungen eine Legitimationsbasis geben. Den Artikel gibt es zum runterladen auf der Seite der Fachzeitschrift – hier.

Für diejenigen unter uns, die keinen Zugang zur Fachzeitschrift haben, empfehlen wir den Artikel im Makronom, der die wesentlichen Argumente zusammenfasst – hier.

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.