Das Voraussichtsprinzip: Ein neuer Regelrahmen für Fiskalpolitik

Mark Blyth und Eric Lonergan haben in ihrem Forumspapier dargelegt, wie allgemeine Fiskalregeln aufgestellt werden könnten, die besser geeignet sind als die Schuldenziele, die in den letzten Jahrzehnten vor allem in Europa vorherrschten.

 

Eine der wichtigsten politische Frage heute? Wie geht man mit der hohen Staatsverschuldung nach der Corona-Krise um – und wie müssen dafür die bisherigen Schulden- und Fiskalregeln reformiert werden? Mark Blyth von der Brown University und Eric Lonergan von M&G Investments haben auf dem VIII. New Paradigm Workshop ihren Vorschlag für eine neue Schuldenregel vorgestellt: das Voraussichtsprinzip (The Prudence Principle). Die Idee ist, zwei verschiedene Regeln zu haben – je nach Wirtschaftslage, nämlich dem Verhältnis von Zinssätzen auf Staatsanleihen und Wachstumsraten. Ihr Vorschlag wurde diskutiert mit: Jakob von Weizsäcker, Chefvolkswirt im Bundesfinanzministerium, Peter Bofinger von der Universität Würzburg und Véronique Riches-Flores aus Paris.

Schauen Sie die Sitzung nochmal nach:

Hier finden Sie den Vorschlag von Mark Blyth und Eric Lonergan:

Und ihre Präsentationsfolien:

Peter Bofinger hat in seiner Präsentation auch eine alternative Reform der Fiskalregeln entwickelt, die sich auf die gemeinsamen Effekte von Fiskal- und Geldpolitik konzentriert und das berühmte Zitat von Milton Friedman dahingehend erweitert, dass Inflation immer und überall ein monetäres (und ein fiskalisches) Phänomen ist. Sie finden die Präsentationsfolien hier. Sein Vorschlag wird auch hier in einem Artikel zusammengefasst.

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.