Quick & New – OECD Wirtschaftsausblick am 1.12. um 12 Uhr

Hochrangige Politker und Politikerinnen diskutieren am kommenden Dienstag den neuen OECD Wirtschaftsausblick. Forum-Diektor Thomas Fricke moderiert die Veranstaltung.

 

27.11.2020

Wie hart hat die Corona-Krise die Wirtschaft getroffen und mit welchem Maß an Zuversicht kann man in die Zukunft schauen. Im Rahmen des neuen OECD Wirtschaftsausblicks diskutieren das Philipp Steinberg, BMWi, Otto Fricke, MdB (FDP), Cancel Kiziltepe, MdB (SPD), Lisa Paus, MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Joachim Pfeiffer, MdB (CDU). Die Diskussion beginnt nach einem Impulsvortrag der OECD Berlin Direktorin Nicola Brandt und wird von thomas Fricke geführt. Zur Anmeldung geht es hier.

Quick & New – INET Debt Talks – Do We Need a Debt Jubilee?

25.11.2020

Sollten wir einen Teil der Schulden streichen? Die privaten oder die staatlichen Schulden? Diese Fragen werden in der vierten Ausgabe der INET Debt Talks mit Moritz Schularick diskutiert. Mit dabei: Sebnem Kalemli-Ozcan (Senior Policy Advisor, International Monetary Fund), Astra Taylor (Documentary Filmaker, and Author) und Richard Vague (Acting Secretary of Banking and Securities, Commonwealth of Pennsylvania; Chair, The Governor’s Woods Foundation).

Los geht’s am 25.11. um 18 Uhr MEZ: https://www.ineteconomics.org/events/debt-talks-episode-4-do-we-need-a-debt-jubilee

 

Quick & New – Wolfgang Schäuble sieht Gefahr in ungezügeltem Kapitalismus

16. November 2020

„Das Virus hat uns gelehrt, dass wir mehr Resilienz brauchen“ sagt der ehemalige Verfechter der Austeritätsmaßnahmen in der Eurokrise und fordert, dass der Kapitalismus gezügelt werden muss.

Wolfgang Schäuble, Vater der Schwarzen Null, ehemaliger Innen- und Finanzminister und aktuell Bundestagspräsident macht sich Sorgen um das derzeitige Wirtschaftssystem. In einem Interview mit der Welt mahnt er, dass „wir […] im Globalisierungsrausch etwas verlernt“ haben. Schäuble warnt vor einem ausufernd freiem Welthandel, der unverhältnismäßigen Macht der Finanzindustrie und fragwürdigen Verhätnissen in globalen Lieferketten. Schäuble klinkt sich auch in die immer wieder aufkommende Debatte über das BIP als Wohlfahrtsindikator ein und fordert eine umfassendere Bemussung von Wohlstand. Neue Töne von einem der entscheidenden Architekten der Austeritätsmaßnahmen in südeuropäischen Ländern während der Euro-Krise. Auch an die Sinnhaftigkeit der Schwarzen Null im Sinne der Generationengerechtigkeit glaubt Schäuble weiterhin und in Anbetracht dessen, dass die CDU das Lieferkettengesetz weiterhin verschleppt, wirken Schäubles Worte in Bezug auf globale Gerechtigkeit ebenfalls interessant.

Das ganze Interview mit der Zeitung  Die Welt finden Sie hier.

Quick & New: YSI 2020 Plenary – New Economic Questions

10. November 2020

Was sind die 100 dringendsten ökonomischen Fragen, die sich für unsere globale Gesellschaft stellen? Unsere Partner Organisation – die Young Scholars Initiative von INET – hat in den vergangenen zwei Wochen ihre virtuelle Jahrestagung abgehalten. Mit dabei waren hochkarätige Redner wie George Akerlof, Joseph E. Stiglitz, Adair Turner, Yanis Varoufakis und viele weitere.

Eine Nachbereitung gibt es — hier.

Quick & New: Wurde der Doing-Business-Index der Weltbank manipuliert?

Die Weltbank hat die Veröffentlichung ihres „Doing-Business“-Index (DB) ausgesetzt. „Es war an der Zeit“ schreibt Helmut Reisen.

Anfang 2018 sagte der damalige Chefökonom der Weltbank Paul Romer dem Wall Street Journal, er habe den Glauben an die Integrität des Doing-Business-Index verloren. Nun hat die Weltbank die Veröffentlichung ihres „Doing-Business“-Index (DB) ausgesetzt. Helmut Reisen argumentiert im IPG, dass auch die Bundesregierung eigene Indikatoren entwickeln und kalibrieren sollte.

Den kompletten Artikel gibt es — hier.

Quick & New: Fiskalpolitische Standards für Europa

Beim gestrigen Economic Policy Panel Meeting, das eigentlich im BMF hätte stattfinden sollen, präsentierte Olivier Blanchard ein neues Papier zur Frage wie man den europäischen Ansatz zu einem nachhaltigen Finanzhaushalt neu gestalten könnte.

Dreißig Jahre nach deren Einführung, werden die Stimmen unter Ökonomen und Politikern lauter, die eine Reformierung der EU Fiskalregeln fordern. Der frühere IWF-Ökonom Olivier Blanchard hingegen fordert nun ein grundlegendes Umdenken des fiskalpolitischen Regelwerks der EU. Schrittweise Reformierungen reichen nicht aus – so Blanchard.

In einem neuen Artikel, argumentiert Olivier Blanchard zusammen mit Jeromin Zettelmeyer und Alvaro Leandro nun, dass die EU die alten Fiskalregeln hinter sich lassen sollte, und stattdessen fiskalpolitische Standards setzen sollte, die mehr Spielraum ermöglichen.  Den Autoren geht es dabei um die Unmöglichkeit von Regeln die Komplixität der Zukunft vorherzusehen. Andere Zeiten und andere Länder erfordern eben auch oftmals andere Maßnahmen.  Standards indes würden eine qualitative Bewertung der jeweiligen Situation ermöglichen. Eine unabhängige Instiution würden dann im Nachhinein evaluieren, ob die Standards und Empfehlungen auch eingehalten wurden. Dadurch könnten fatale Fehler, die durch das Beharren auf komplexitätsreduzierende Regeln entstehen, vermieden werden.

Das komplette Papier gibt es  — hier

Außerdem gibt es eine Aufzeichnung des gestrigen Panels auf YouTube:

 

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