Gibt es schon ein Narrativ für ein neues Paradigma?

Paradigmen können sich nur ändern, wenn es neue Geschichten zu erzählen gibt. In dieser Sitzung unseres IX. Workshops für neue Paradigmen ging es um Narrative.

 

Damit sich neue Ideen verbreiten können, sind Narrative entscheidend. Aber, gibt es überhaupt so etwas, wie ein Narrativ für ein progressives Paradigma? Mit dieser Frage leitete der Moderator ULRIKE HERRMANN die Sitzung über Narrative ein.

Narrative economics ist prominent, seit Robert Shiller seinen Schwerpunkt auf die Erklärung von wirtschaftlichen Ereignissen durch Narrative gelegt hat. MICHAEL ROOS stellte seinen theoretischen Rahmen zu Narrativen vor und präsentierte zwei Beispiele aus dem wirtschaftlichen Bereich über das Genie Elon Musk und den regelbasierten Ansatz von Ben Bernanke.

Aus einer eher praktischen Sichtweise heraus stellte THOMAS FRICKE eine Studie über Narrative in den Wahlprogrammen für die Bundestagswahl in Deutschland vor. Die Narrative für ein neues Paradigma scheinen Kopf an Kopf mit den Narrativen des alten marktliberalen Paradigmas zu stehen. Er kam zu dem Schluss, dass die neuen Narrative noch nicht überzeugend genug sind, um die alten zu ersetzen.

ANATOLE KALETSKY betonte in seinem Vortrag, dass die Realität von Narrativen oft nicht vorhergesehen wird, indem er als Beispiel die Angst vieler Ökonomen nach dem Zweiten Weltkrieg vor einer Ära der Depression und Rezessionen anführte. Daher sei die Angst vor einem Wiederaufleben der Stagflation unnötig. Außerdem unterstrich er, dass es in der Wirtschaftspolitik wirklich an der Zeit für ein neues Paradigma ist.

WILLIAM LAMB sprach über Narrative im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Genauer gesagt sprach er über die Gegenbewegung zum Klimawandel, die die Klimapolitik durch die Verbreitung von Klimaleugner-Diskursen verhindert.

 

Sie können sich die gesamte Sitzung hier noch einmal ansehen:

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