Forum Newsletter #33 – Alles Neue im Überblick

Testfall Autowende – Wachsen oder nicht wachsen – Ein Job beim Forum.

 

Liebe Freunde des Neuen, Kolleginnen und Kollegen,

lange schien für Normalsterbliche schwer vorstellbar, ob, wann und wie Deutschlands sagenhafte Autoindustrie in ein neues Zeitalter wechselt – in eine Zeit, in der Automobile nicht mehr von Benzin oder Diesel angetrieben werden und dies dann weit verträglicher mit dem Fortbestehen der Welt sein wird. Selbst Experten werkelten da eher mit abstrakten Szenarien, wie es werden könnte, als mit einigermaßen gesicherten Erkenntnissen, was wiederum auch daran lag, dass die Autoindustrie darauf zu setzen schien, dass sich schon irgendwann irgendwie herausstellen wird, was die Autos künftig antreibt.

 

In diesen Wochen und Monaten scheint aus solcherlei Szenarien eine immer deutlicher erkennbare Wirklichkeit zu werden – ob mit Entscheidungen wie von Volkswagen, jetzt auch auf Elektromobilität zu setzen, oder der neuen Qualität, mit der gefördert wird, ein Elektroauto zu kaufen. Oder damit, dass in den USA jetzt auch die großen Konzerne nachziehen – seit Joe Biden das Land wieder zur Klimapolitik zurückzuführen begonnen hat. Damit wird erstmals möglich, nicht mehr in Projektionen zu setzen, sondern ziemlich konkret abzuschätzen und vorherzusagen, was diese große Autowende für Deutschland, die Beschäftigung und Wertschöpfung im Land und vor allem seinen großen Auto-Regionen bedeutet.

 

Genau das wollen wir mit Experten und Praktikern ausloten – in unserem nächsten Seminar am 24. Februar unter dem Titel: „Aufbruch oder Abbruch – was die Autowende für Wirtschaft und Jobs im Land bedeutet“. Neue Schätzungen werden dabei Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sowie Experten von Boston Consulting vorstellen. Zur Bedeutung des Wandels für die Regionen spricht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Dabei ist auch Jens Südekum, Wirtschaftsprofessor und Experten für Regionalpolitik aus Düsseldorf. Die Veranstaltung ist offen für geladene Gäste – bei Interesse bitte melden.

 

Was wie ein Branchentalk wirkt, ist natürlich Teil des Nachdenkens über ein neues ökonomisches Paradigma – das andere Antworten finden muss als das frühere simple Mantra, dass solche Umbrüche schon der Markt regelt. Was passiert, wenn man so etwas dem Markt überlässt, hat sich im US-amerikanischen Rust Belt gezeigt, wo eine ganze Region kollabierte.

 

Dürfen Volkswirtschaften heute überhaupt noch wachsen – oder ist das unvereinbar mit der Rettung von Klima und Artenvielfalt? Um solche ganz große Streitfragen geht es in einem Projekt, das wir mit dem „New Institute“ aus Hamburg gestartet haben. In ersten Runden lassen wir dabei ausgewählte Experten diskutieren, wie diese Woche über eben die große Wachstumsfrage (die dann doch nicht so einfach zu beantworten ist). Die Ergebnisse stellen wir in Kürze auch hier vor. Wer so lange nicht warten will, um ein paar Eindrücke vom Stand der Debatten zu bekommen – dem empfehlen wir, am Montag bei der OECD vorbeizuschauen, wo der britische ÖkonomMichael Jacobs die deutsche Fassung seines Berichts „Beyond Growth“ vorstellt – und mit unter anderen Christoph Schmidt vom Essener RWI-Institut diskutiert. Lohnt.

 

Kleiner Hinweis derweil noch in eigener Sache: wir suchen Mitreisende auf dem Weg zur New Economy – eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für unser Team. Zur Ausschreibung geht’s hier.

 

Ein schönes Wochenende,

Thomas Fricke

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